Die besten japanischen Messer für Anfänger

Das Santoku eignet sich für Anfänger

Japanische Küchenmesser erfordern mehr Pflege und sind in der Handhabung nicht identisch mit unserem Kochmesser. Doch welches sind die besten japanischen Messer für Anfänger?

Das wichtigste in Kürze:

✅ Das Santokumesser ist für Anfänger besonders geeignet
✅ Es ist verwandt mit unserem europäischem Kochmesser
✅ Die Klinge beim Santoku ist jedoch nicht so lang und nicht "gebogen"
✅ Santokumesser haben eine Klingenlänge zwischen 15 und 18 cm
✅ Japanische Messer sind (meistens) sehr anfällig für Rost
✅ Pflegeleichter sind z.B. die KAI SHUN Messer, mit hoher Schärfe
✅ Wichtig: immer auf einem weichen Schneidebrett arbeiten (Holz)

Japanische Kochmesser für Anfänger

Jeder, er mit irgendwas anfängt, sucht in diesem Bereich nach dem besten Hilfsmittel und Equipment. Ebenso verhält es sich bei japanischen Küchenmessern. Der größte Fehler ist oft, dass der Pflegeaufwand bei diesen von vielen unterschätzt wird. Es gibt jedoch auch Messer, die weniger pflegeintensiv sind und sich besonders gut für Anfänger eignen.

Neben dem Pflegeaufwand ist auch die vorhandene Alltagstauglichkeit eine zwingende Voraussetzung für ein japanisches Messer. Was bringt ihnen das schärfste Messer, wenn sie es nicht einsetzen können? Messersammler sind hier mal außen vor gelassen. Wenn man sich nicht auskennt, kauft man sich im schlimmsten Fall ein Fisch- oder Sushimesser, obwohl man sowas daheim nie zubereiten wird. Auch wird gerne zu viel Geld für ein Messer ausgegeben und dann schon man es daheim, indem man es nicht verwendet.

  • Geeignet für den Alltag in deiner Küche
  • Gutes Preis- / Leistungsverhältnis (keine Luxus Kochmesser!)
  • Pflegeleicht (außer sie nehmen die Pflege wirklich ernst!)
  • Rostbeständig (viele japanische Messer sind das nicht!)

Besonders das Sashimi Messer ist für Anfänger gänzlich ungeeignet. Mit diesem wird Schinken oder auch Fisch filetiert und bearbeitet.


Santokumesser als Anfang bestens geeignet

Das Santoku ist für Anfänger hervorragend geeignet. Es erfüllt alle oben genannten Kriterien und zudem können sie aus einer hohen Anzahl an Angeboten auswählen.

Anfänger die mit einem japanischen Küchenmesser arbeiten möchten, sollten zu Beginn zu einem Santokumesser greifen. Dieses sehr gute “Allzweckmesser” (nach europäischem Standard) lässt sich sowohl für Fleisch, als auch Gemüse und andere Sachen hernehmen. Außerdem liegt es sehr gut in der Hand.

Nicht jedes Santokumesser ist auch wirklich in Japan hergestellt. Doch das ist am Anfang relativ egal. Bei Alternativen haben sie nicht nur einen Preisvorteil. Sie können so auch den Umgang mit dem Santoku erst erlernen.

Eigenschaften eines guten Santokumessers

Die Messerklinge kann bei einem Santokumesser von 15 bis 18 cm reichen. Es ist damit teilweise deutlich kürzer, als das europäische Kochmesser. Für Anfänger ist es gänzlich egal, welche Klingenlänge sie wählen. Hier geht es mehr darum, dass sie mit der gewählten Länge auch gut arbeiten können. Wer z.B. große Hände hat, der greift zu einem Santokumesser mit 18 cm Länge.

Die Verwendung des Santokumesser ist fast identisch mit dem normalen Kochmesser. Einen wesentlichen Unterschied gibt es nur beim Wiegeschnitt. Dieser ist beim Santoku nicht möglich, da die Klinge nicht so “gebogen” ist wie beim Kochmesser.

Die Unterschiede als Infografik: Kochmesser vs. Santokumesser

Unterschied zwischen Kochmesser und Santoku

KAI SHUN Messer für Anfänger eine sehr gute Wahl

Für Anfänger empfehle ich immer KAI SHUN Messer. Diese sind im Vergleich sehr pflegeleicht und haben trotzdem eine enorme Schärfe. Bitte nicht vergessen, eine Schneidunterlage aus Holz zu verwenden, da sonst die Klinge sehr schnell stumpf wird.

Kai Shun Tim Mälzer Santokumesser - Palatina Werkstatt mit 18 cm Klinge und Schneidebrett
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Dieses Set empfehle ich immer sehr gerne. Hier gibt es ein echtes Santoku Messer höchster Qualität und dazu gleich ein passendes Schneidebrett (um die Klinge zu schonen)!

Vorsicht geboten bei der Verwendung japanischer Küchenmesser

Japanische Messer haben die Eigenschaft, dass der Klingenstahl deutlich härter ist, als z.B. bei eine europäischem Kochmesser. Das bietet natürlich den Vorteil, dass es sehr viel schärfer ist. Jedoch hat das ganze auch einen entscheidenden Nachteil:

härterer Stahl = schärfer = sehr Bruchempfindlich!

Wenn sie also mit einem japanischen Messermodell z.B. auf einen Knochen im Fleisch “schlagen”, kann es sein, dass Teile der Messerklinge abbrechen und das Messer damit unbrauchbar geworden ist!

Immer mit weicher Schneidunterlage aus Holz

Denken sie bitte daran, ein weiches Schneidebrett bei der verwendung eines japanischen Messer herzunehmen. Am besten eignet sich hierfür ein Holz Schneidebrett. Schneidebretter aus Glas oder Stein nie verwenden, da sonst die Klinge zerstört werden kann.

Selbstverständlich müssen auch japanische Messer für Anfänger stets per Hand abgewaschen werden und danach auch sofort abgetrocknet. Nicht an der Luft trocknen lassen.


Für wen japanische Messer nicht geeignet sind

Abgesehen von der Schneidetechnik, die jeder erlernen kann. Ein wesentlich weiterer Grund ist die Pflege eines japanischen Messers. Sowohl was den Umgang mit dem Messer angeht, als auch das eventuelle Nachschleifen eines japanischen Küchenmessers – es ist sehr viel aufwendiger.

Fakt: In meinem Kochmesser Test gab es vor kurzem eine Umfrage. In dieser hatte man die Wahl zwischen einem Kochmesser und einem japanischen Messer. Die Mehrheit hat sich (zumindest in meine Umfrage!) für das normale Kochmesser entschieden, weil viele den Pflegeaufwand scheuen.

Wenn auch sie diesen Aufwand nicht möchten, sind japanische Kochmesser für sie nicht empfehlenswert. In diesem Fall würde ich eher zu einem Messer bis 50 Euro greifen. Das verzeiht den ein oder anderen Fehler im Umgang und auch das Schärfen ist relativ leicht.

Letzte Aktualisierung am 16.04.2021 um 17:24 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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